Poetik der Wildheit. Das wilde Tier im kanadischen Gegenwartsgedicht

Research output: Contribution to journalArticlepeer-review

Abstract

Das wilde Tier als „distinctly Canadian“ (vgl. Lynch und Lutt) steht in der kanadischen Imagination schon lange an zentraler Stelle. Auch das zeitgenössische kanadische Gedicht ist mit wilden Tieren bevölkert, die sich den logozentrischen, allegorischen und metaphorischen Lesarten entziehen und stattdessen dem menschlichen Wissen eine Grenze ziehen. Ihre Wildheit dient einer Kritik der menschlichen Wissenskonzepte als anthropozentrisch und stellt sich einer utilitaristischen Perspektive entgegen. Diese ungezähmten Tiere stellen eine Alternative zu einem herkömmlichen Diskurs und Denksystem dar. Diese Alternative entspricht nicht nur dem wilden (Text-)Tier, sondern auch einer Naturpoetikkonzeption von Wildheit, die Don McKay mit „poetic attention“ und „wilderness“ bezeichnet hat. Er kritisiert dabei menschliche Praktiken, welche er als „tool“ und „matériel“ bezeichnet und mit denen sich die Menschen die Welt untertan machen. Um dies zu erreichen, spielt nicht nur die ungezähmte Präsen
Original languageEnglish
Pages (from-to)28-39
JournalTierstudien
StatePublished - Oct 2015

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